Stromverbrauch der sachsen-anhaltischen Industriebetriebe im Jahr 2012 leicht gesunken

Sachsen-Anhalt – Nach den Ergebnissen der Erhebung über die Energieverwendung 2012, die im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt vorliegen, verbrauchten die Betriebe der Industrie*10 600 Millionen Kilowattstunden Strom. Gegenüber dem Jahr 2011 verringerte sich somit der Stromverbrauch der befragten Betriebe um 2 Prozent.

Mit einem Anteil von 14 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Industrie, rangiert der Strom an dritter Stelle nach Erdgas (35 %) und Mineralölen (19 %).

Fast ein Drittel des Stroms (3 400 Millionen Kilowattstunden) wurde von den Industriebetrieben* im Saalekreis verbraucht, was in etwa auch dem Stromverbrauch der privaten Haushalte Sachsen-Anhalts entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist in diesem Landkreis der Stromverbrauch um 1 Prozent gesunken. Mit 1 200 Millionen Kilowattstunden, das sind 11 Prozent des Stromverbrauchs, folgte der Salzlandkreis.

Stromverbrauch nach Wirtschaftszweigen:

  • Wirtschaftsbereich „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ – 4 000 Millionen Kilowattstunden (38 Prozent)
  • Betriebe, die Nahrungs- und Futtermittel herstellen – 960 Millionen Kilowattstunden Strom (9 Prozent)
  •  Betriebe des Wirtschaftsbereiches „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ – 950 Millionen Kilowattstunden (9 Prozent)

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter berichtete, erzeugten 131 Industriebetriebe* Strom in einer Größenordnung von 4 600 Millionen Kilowattstunden. Fast 100 Prozent des Stroms wurde aus Wärmekraft (Kohle, Öle, Gase, Biomasse) produziert.

Die Stromabgabe der Industriebetriebe* im Jahr 2012 betrug 3 300 Millionen Kilowattstunden. Dabei wurden 66 Prozent an die Energieversorgungsunternehmen, 31 Prozent an andere Abnehmer und 3 Prozent in das Ausland geliefert.

* Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

Quelle: stat. Landesamt

Chinesische Delegation studiert Hochschulwesen in Anhalt

Vom 1. bis zum 8. November befindet sich eine abgesandte chinesische Delegation aus 16 leitenden Hochschullehrern und -mitarbeitern des Chengde Petroleum Colleges für eine Woche an der Hochschule Anhalt.

Die ausländischen Gäste erhalten in einem umfassenden Programm aus Lehrgängen, Besichtigungen und Konsultationen nicht nur Einblick in das deutsche Hochschulbildungssystem und seine engen Verbindungen zu Wirtschaft und Politik, sondern darüber hinaus in die Spezialisierungsbereiche und Schwerpunktfelder der Partnerhochschule mit den Standorten Köthen, Bernburg und Dessau – wie beispielsweise die Algenbiotechnologie oder die Fachrichtungen CAM – spanende und abtragende Fertigungsverfahren sowie Medientechnik.

Foto: PM

Die Kooperation der beiden fachlich sehr ähnlich orientierten Bildungseinrichtungen besteht seit dem Jahr 2004. Im Jahr 2008 fand eine erste Delegationsreise zum gegenseitigen Kennenlernen statt. Neben dem studentischen Austausch wurde auch ein Austausch auf Ebene der Lehre vereinbart. „Seit diesem Zeitpunkt sind Lehrkräfte unserer Hochschule in regelmäßigen Abständen eingeladen, am Chengde Petroleum College Unterricht zu geben. Das bereichert auch die Lehre bei uns“, resümiert Prof. Dr. Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt, die bisherige Partnerschaft.

Derzeit absolvieren die chinesischen Studierenden erst in ihrem Heimatland den so genannten „Junior-Bachelor“ innerhalb von drei Jahren, bevor sie sich für den Auslandsaufenthalt in Deutschland entscheiden können. Hier werden sie dann nach der sprachvorbereitenden Phase am Studienkolleg in das jeweils dritte Semester des verwandten Bachelor-Studienganges immatrikuliert. Üblicherweise schließt sich eine verschieden lange Praxisphase in deutschen Unternehmen an bevor die Absolventen dann nach China zurückkehren, um ihre bilateralen beruflichen Erfahrungen dort gezielt einzusetzen – bei großen deutschen Unternehmen beispielsweise.

Im Jahr 2016 werden voraussichtlich etwa 50 Studierende nach ihrem Studium am Chengde Petroleum College an die Hochschule Anhalt wechseln. Derzeit existieren drei Studiengänge, die mit dieser Ausrichtung absolviert werden können: Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. Weitere sind in Planung. „Für China hat Deutschland das beste Hochschulbildungssystem“, so Orzessek. Neben dem dualen System wären hier bereits das Akkreditierungs- und das Credit-System Vorbild für die Erneuerung der eigenen Hochschulstrukturen gewesen.

50-jähriger Hausmeister mit spitzem Gegenstand attackiert

Bernburg – Am Freitagmorgen, gegen 05:56 Uhr, kam es in der Schloßstraße zu einem versuchten Tötungsdelikt gegenüber einem 50-jährigen Bernburger.

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen war der 50-jährige Geschädigte als Hausmeister im Bereich des Landkreisgebäudes in der Schloßstraße unterwegs. An den Carports hatte er einen Mann bemerkt und sprach diesen an. Nach einer verbalen Auseinandersetzung kam es zu Handgreiflichkeiten. Hierbei wurde der 50-jährige durch einen spitzen Gegenstand im Bauchbereich verletzt. Er rettete sich in sein Dienstzimmer und informierte die Polizei.

Der Geschädigte wurde aufgrund seiner Verletzungen stationär aufgenommen und wird derzeit operiert, es besteht Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige 43-jährige Italiener, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde im Nahbereich vorläufig festgenommen. Er äußert sich nicht zum Sachverhalt, die Ermittlungen wurden aufgenommen, es wird nachberichtet.

Nachmeldung

Der Geschädigte schwebt nach der Operation nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft stellt Haftantrag, das Gericht hat derzeit noch nicht darüber entschieden.