Parken auf einem Behindertenparkplatz

Bernburg – In den vergangen Wochen wurden durch die Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bernburg vermehrt Kontrollen der Behindertenparkplätze im Stadtgebiet durchgeführt. Im Zuge dieser Kontrollen wurden immer wieder Fahrzeuge auf diesen Parkplätzen festgestellt, welche diese in Ermangelung der notwendigen Voraussetzungen nicht benutzen durften. Die verhängten Verwarngelder in Höhe von 35.- € führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Um dennoch eine Verfügbarkeit der Parkflächen für Behinderte zu erreichen wurde somit nach einer angemessenen Zeit ein Abschleppdienst informiert, welcher das Fahrzeug umsetzen sollte.

Widerrechtlich abgestellte PKW wird abgeschleppt. | Foto: Polizei

Überwiegend kamen die Besitzer bereits kurz vor oder zu Beginn der Bergungsarbeiten zum Fahrzeug. Hier erfolgten dann sowohl die Belehrung zur vorliegenden Ordnungswidrigkeit als auch die Vermittlung zum Abschleppdienst, bezüglich der Begleichung bereits entstandener Kosten. Die Betroffenen mussten somit nur die Anfahrkosten des Unternehmens bezahlen, die immerhin noch zwischen 110.- und 150,- € zu Buche schlugen.

Dire Polizei möchte eindringlich klarstellen, dass speziell die Behindertenparkplätze, als auch Feuerwehrzufahrten nur durch die jeweils Berechtigten genutzt werden dürfen.

PKW durch Pyrotechnik gesprengt

Wie in einer Filmszene fühlten sich Anwohner der Güstener Straße in der Freitagnacht. Gegen 23.50 Uhr nahmen sie auf dem Parkplatz eines Fastfood Restaurants einen ohrenbetäubenden Knall wahr. Wie sich wenig später heraus stellte, war ein PKW Ford Focus durch nicht zugelassene Pyrotechnik aus Osteuropa zur Explosion gebracht worden.

Der Feuerwerkskörper detonierte allerdings mit so großer Wucht, dass einzelne Trümmerteile bis zu 10 Meter weit flogen. Am PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Personen wurden nicht verletzt. Noch in der Nacht nahmen Spezialisten des Landeskriminalamtes die Ermittlungen auf. Wer sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03471/3790 im Polizeirevier Salzlandkreis zu melden.

Entsorgung von Grünabfällen in Schönebeck auch 2015 möglich

Schönebeck – Der Städtische Bauhof Schönebecks bietet auch 2015 wieder die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung von Grünabfällen an.

Vom 25. März bis 2. Mai 2015 kann das Grünschnittgut (Rasenschnitt, Zweige) in einem vom Kreiswirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises zur Verfügung gestellten Container auf dem Betriebsgelände Dammweg 22 jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr entsorgt werden.

Die Entsorgung von Bauabfällen und Schrott ist strengstens untersagt.

Falsche 20er und 50er Scheine im Salzlandkreis im Umlauf

Salzlandkreis – Wie die Polizei mitteilt, sind in den letzten Wochen im Salzlandkreis vermehrt falsche 20er und 50er Euro-Scheine aufgetaucht.

Die Gelder wurden überwiegend erst in einer der Kontrollmaschinen der örtlichen Banken festgestellt und aussortiert. Was den Schluss zulässt, dass die Fälschungen, sogenannte Falsifikate, entweder sehr gut sind oder die Bevölkerung dem Thema Falschgeld zu wenig Beachtung schenkt.

Die Herstellung solcher Falsifikate kann die Bevölkerung nichts verhindern. Der Anteil, welchen die Bevölkerung allerdings an der Verbreitung dieses Falschgeldes beiträgt kann aber durch eine gezielte Aufklärung verändert werden.

Ein Falsifikat ist in der Regel für den Bürger nicht sofort als ein solches zu erkennen, daher ist es wichtig, dass man bereits bei kleineren Scheinen auf die vorhandenen Sicherheitsmerkmale achtet. Unser Euro ist ein sicheres Zahlungsmittel, tragen sie dazu bei, dass es auch so bleibt.

In den 25 polizeilich bekannten Fällen der letzten 14 Tage, sind 20er und 50er Euro Falsifikate verwendet worden.

Die Wasserzeichen zeigen bei der Betrachtung im Licht nicht transparent sondern eher als leicht gelblicher Aufdruck. Wenn man sie auf einen dunklen Hintergrund legt, sind sie weiterhin zu erkennen.

Der Sicherheitsfaden ist nur angedeutet, hält man den Schein gegen das Licht, bleibt er unverändert und wird nicht dunkel. Ein Sicherheitsfaden ist im Gegenlicht undurchsichtig!

Die Farbe der Falsifikate ist im Vergleich zum echten Geldschein dunkler, der Druck selbst nicht so filigran.

Bei dem verwendeten 20er Euro Schein ist der Perlglanzstreifen auf der Rückseite kaum zu erkennen bzw. gar nicht vorhanden. Beim kippen bemerkt man keinerlei Farbwechsel.

Die „Blüten“, welche derzeit im Salzlandkreis kursieren sind für den geschulten Betrachter leicht zu erkennen.

So können sie sich vor Falschgeld schützen:
www.sicherheitsmerkmale.polizei-beratung.de/

Im Übrigen handelt nicht nur derjenige strafbar, der die Falsifikate herstellt, ebenfalls bestraft wird, wer das Falschgeld in Verkehr bringt. Bedeutet also für jeden, der das falsche Geld weitergibt könnte es zum Problem werden.

Was also tun, wenn sie mit Falschgeld in Kontakt gekommen sind?

Informieren sie bitte sofort die Polizei.

Eine Beschreibung der aushändigenden Person ist sehr wichtig. Fahrzeugkennzeichen oder sonstige Hinweise, die zur Identifizierung beitragen können sollten sie sich merken.

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten Nachrichten von DHL

Auch im Salzlandkreis sind mittlerweile diese betrügerischen SMS auf einigen Handys angelangt. Am Sonntag meldeten sich zwei Geschädigte im Polizeirevier Salzlandkreis und teilten mit, dass sie eine SMS mit persönlicher Anrede erhalten hatten.

Innerhalb der SMS wurde ihnen mitgeteilt, dass eine DHL-Postsendung unterwegs ist. Über den mitgelieferten Link (URL http://goo.gl/****** (Code) sollte eine Sendungsverfolgung möglichsein. Nachdem der Link aktiviert wurde, installierte sich eine Schadsoftware und ermöglichte den Betrügern so Zugriff auf das Handy.

In beiden Fällen wurde dann anscheinend an alle Kontakte eine solche SMS verschickt. Das Handy wird damit Teil eines sogenannten BOT-Netzwerkes und agiert unter seiner Rufnummer für die Betrüger. Ob es zu weiteren finanziell belastenden Nutzungen der Handys kam, ist in den hier angeführten Fällen unklar. Fakt ist, nachdem die Betrüger die Kontrolle über das Handy erlangt haben stehen ihnen fast alle Möglichkeiten offen.

Die Polizei rät in solchen Fällen:

  • Die SMS Nachricht nicht zu öffnen. Das Paket, sofern sie überhaupt eines erwarten, wird auch ohne Aktivierung des Links bei Ihnen ankommen!
  • Den Link unter keinen Umständen öffnen!
  • Kein persönlichen Daten oder Passwörter aufgrund von irgendwelchen SMS oder E-Mails preisgeben und keine Lieferscheine oder ähnliches herunterzuladen!
  • Am besten gar nicht auf die SMS reagieren!
  •  Ein Smartphone benötigt in der heutigen Zeit dringend ein aktuelles Antivirusprogramm! Fast jeder Hersteller von Antivirensoftware bietet derzeit eine kostenlose Version, die den Standartschutz garantiert! – Installieren und Gerät scannen!

Sollten sie bereits Opfer geworden sein, erstatten sie Strafanazeige (§ 202a STGB) bei der Polizei und ändern ihre Zugangsdaten.

WICHTIG – von einem nicht infizierten Gerät!

Mit dem Zurücksetzen des Handys auf die Werkseinstellungen sollte auch das unerwünschte Programm zu löschen sein.

Gesundheitsrisiko Wohnschimmel – vorbeugen ist besser als heilen

Bei Camaldoli findet am Donnerstag, den 12.03.2015 um 17:00 Uhr ein Schimmel-Infoabend statt. Interessierte können sich durch Multimediapräsentation, Vorführungen und Diskussion über mögliche Ursachen und rasche, wirkungsvolle und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren.

Naturkalk an der Wand setzt Schimmelpilze aufs Trockene

Dass Schimmel zu den größten Wohnplagen gehört und die Gesundheit gefährden kann, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Ebenso lässt sich Wohnschimmel nicht mehr alleine mit fehlerhaftem Lüftungsverhalten erklären oder sich auf den Altbau reduzieren. Auch in Neubauten nistet sich der ungebetene Gast zunehmend ein. Die Ursache ist dabei immer die gleiche: Feuchtigkeit, die sich auf verschiedenen Wegen Zutritt verschafft. Doch wieso waren früher beispielsweise die Kellerwände fast immer feucht, aber kaum von Schimmel befallen? Das Erfolgsgeheimnis von damals wirkt auch noch heute: Putze und Wandanstriche aus Naturkalk. Die nämlich entziehen mit ihrem hohen pH-Wert dem Schimmel schlichtweg die Lebensgrundlage.

Wieso sind überhaupt inzwischen schätzungsweise 35% der deutschen Haushalte von Schimmelbefall in zumindest einem Raum betroffen, Tendenz steigend? Im Altbau bescheren oft schadhaftes Mauerwerk und fehlende Dämmung dem Schimmel seine Lieblingsbedingungen Feuchtigkeit und kalte Wände. In energetisch sanierten Gebäuden und Neubauten ist es die hermetische Abdichtung, z.B. durch Energiesparfenster, die einen „natürlichen“ Luftaustausch verhindert. Dazu kommen in der Bauphase monatelang offene, der Witterung ausgesetzte Baustellen und nicht vollständig ausgetrocknete Rohbauten. Alleine durch Mörtel, Beton, Kleber etc. werden in einen Neubau bis zu 20.000 Liter Wasser eingebracht. Ein Übriges tut der Wandel in der Bevölkerungsstruktur: Ca. 40% der deutschen Haushalte sind inzwischen Singlehaushalte, oft mit mangelnder Gelegenheit zum regelmäßigen Lüften. Und: In einem Mehrpersonenhaushalt entstehen täglich bis zu 12 Liter Feuchtigkeit durch Alltägliches wie Atmen, Schwitzen, Duschen, Baden, Kochen, Wäschewaschen, Blumengießen etc. Am liebsten besiedeln Schimmelpilze also die besonders anfälligen Räume wie Bade-zimmer, wo 53 % der Betroffenen Schimmelbefall beklagen, gefolgt von Schlafzimmer (40 %), Küche oder auch Kinderzimmer.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Neben der weitestgehenden Vermeidung von Feuchtigkeit in der Wohnung kommt v.a. den Wandoberflächen eine Schlüsselfunktion dabei zu, dem Schimmel erst gar keine Angriffsfläche zu bieten. Denn auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Hat sich der Schimmel erst mal eingenistet, hilft nur eine gründliche Sanierung, i.d.R. mit der chemischen Keule. Die wiederum bekämpft zwar die Schimmelpilze, ist aber selbst häufig nicht so unbedenklich für Mensch und Umwelt, wie sie sein sollte. So gilt z.B. der Wirkstoff Carbendazim als beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit, Isothiazolinone und Benzalkoniumchlorid als allergieauslösend. „Dabei hält die Natur eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Schimmel für uns bereit, das schon die alten Römer kannten. Farben und Putze aus reinem Kalk sind mit einem pH-Wert von 11 bis 13 stark alkalisch und damit – für denSchimmelpilz – sprichwörtlich ätzend“, erklärt Experte Thomas Bühler von Haga, der seit vielen Jahren Wandbeschichtungen aus Naturkalk entwickelt. Und ergänzt: „Durch die Fähigkeit von Kalk, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, sitzen Schimmelpilze buchstäblich auf dem Trockenen, sie finden das zum Überleben notwendige dauerhaft feuchte Milieu nicht mehr vor. Obendrein verbessert sich durch die Feuchteregulierung das Raumklima spürbar“.

Um ihn als Wandbeschichtung verwendbar zu machen, durchläuft der Kalk nach dem Abbau aus natürlichen Vorkommen wie den Schweizer Alpen einige Verarbeitungsschritte. Bei ca. 1.000 °C gebrannt und mit Wasser „gelöscht“ entsteht Sumpfkalk, durch Trocknen das pulverförmige Kalkhydrat, das durch Anrühren mit Wasser zum Anstrich wird. Für die gewünschte Farbgebung werden rein natürliche Pigmente beigemischt. So entsteht ein durch und durch natürliches Produkt für die wohngesunde, schimmelvermeidende Wandgestaltung mit allen gestalterischen Möglichkeiten. Solche Naturkalkfarben und –putze bekommt man v.a. im ökologischen Baustoffhandel und kann sie auf allen entsprechend vorbehandelten Wänden anbringen. Ambitionierte Heimwerker können sich in Seminaren die Kniffe für die Verarbeitung aneignen, mit dem Schwerpunkt nach Wahl: Schimmelvorbeugung, kreative Wandgestaltung oder – falls notwendig – Feuchtesanierung. Weniger Versierte sollten einen in der Verarbeitung ökologischer Wandbeschichtungen erfahrenen Maler oder Stuckateur zu Rate ziehen. Weitere Infos zu schimmelhemmender, wohngesunder Wandgestaltung mit Naturkalk und Seminarterminen unter www.haganatur.de

Infoveranstaltung

Bei Camaldoli findet am Donnerstag, den 12.03.2015 um 17:00 Uhr ein Schimmel-Infoabend statt. Interessierte können sich durch Multimediapräsentation, Vorführungen und Diskussion über mögliche Ursachen und rasche, wirkungsvolle und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung unter:
Camaldoli, Köthener Str. 7a, 39218 Schönebeck/Elbe, Tel.: 0170 3168202, E-Mail: info@bau-st.eu

Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Das Projekt enterability – Gründungsberatung für Menschen mit Schwerbehinderung endet im Dezember 2014 erfolgreich nach vierjähriger Modelllaufphase enterability hat in Sachsen-Anhalt über 100 Menschen mit Behinderung zu ihrer geplanten Existenzgründung intensiv beraten und begleitet.

Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Frank-Krunig-und-Claudia-Ducho | Archivfoto: PM

36 haben den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt – die meisten bis heute erfolgreich. „Viele Menschen mit Schwerbehinderung“, so Gründungsberaterin Claudia Ducho, „entscheiden sich bewusst für eine berufliche Selbstständigkeit. Sie können sich selbst einen Arbeitsplatz gestalten, der gesundheitlich fördernde Bedingungen ermöglicht und der persönlichen und fachlichen Eignung entspricht.“ Physiotherapie, Hochzeitswerkstatt und Papierkunst sind weitere der vielfältigen und spannenden Unternehmensgründungen, die die Mitarbeiter von enterability begleiten und unterstützen durften. Die Gründer sind froh, dass Sie sich für die Selbstständigkeit entschieden haben und nun ihr eigener Chef sind.

Ohne Behinderung in die Selbstständigkeit

Ein Erfolgsbeispiel ist Ralf Hohmann aus Egeln. Nachdem er vergeblich versuchte, einen für seine Behinderung geeigneten Arbeitsplatz als Tischler zu finden, machte er sein Hobby zum Beruf und gründete im September 2012 sein Unternehmen „Restauration und Holzmanufaktur“. Er hat sich darauf spezialisiert, exklusive Antikmöbel oder mit der Zeit lieb gewonnene Möbel und andere Holzobjekte mit Liebe und Sachverstand zu restaurieren und aufzuarbeiten. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist er dieses Jahr in eine größere Werkstatt umgezogen und eröffnete im Juni 2014 zusammen mit seiner Lebensgefährtin einen Gemeinschaftsladen in der Egelner Innenstadt. Für Herrn Hohmann war der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit bis heute der richtige. Die freie Arbeits- und Zeiteinteilung sowie die Freude an der Arbeit haben sich auch auf seine Gesundheit positiv ausgewirkt. Ralf Hohmann bereitete seine Selbstständigkeit zusammen mit enterability gut vor: Businessplan und Finanzplan wurden geschrieben, Seminare besucht, Strategien zur Kundenakquise entwickelt, eine Werkstatt gemietet, das Jobcenter um finanzielle Unterstützung gebeten.

enterability wurde vom Ministerium für Arbeit und Soziales/Integrationsamt gefördert.

(PM)

Stromverbrauch der sachsen-anhaltischen Industriebetriebe im Jahr 2012 leicht gesunken

Sachsen-Anhalt – Nach den Ergebnissen der Erhebung über die Energieverwendung 2012, die im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt vorliegen, verbrauchten die Betriebe der Industrie*10 600 Millionen Kilowattstunden Strom. Gegenüber dem Jahr 2011 verringerte sich somit der Stromverbrauch der befragten Betriebe um 2 Prozent.

Mit einem Anteil von 14 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Industrie, rangiert der Strom an dritter Stelle nach Erdgas (35 %) und Mineralölen (19 %).

Fast ein Drittel des Stroms (3 400 Millionen Kilowattstunden) wurde von den Industriebetrieben* im Saalekreis verbraucht, was in etwa auch dem Stromverbrauch der privaten Haushalte Sachsen-Anhalts entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist in diesem Landkreis der Stromverbrauch um 1 Prozent gesunken. Mit 1 200 Millionen Kilowattstunden, das sind 11 Prozent des Stromverbrauchs, folgte der Salzlandkreis.

Stromverbrauch nach Wirtschaftszweigen:

  • Wirtschaftsbereich „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ – 4 000 Millionen Kilowattstunden (38 Prozent)
  • Betriebe, die Nahrungs- und Futtermittel herstellen – 960 Millionen Kilowattstunden Strom (9 Prozent)
  •  Betriebe des Wirtschaftsbereiches „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ – 950 Millionen Kilowattstunden (9 Prozent)

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter berichtete, erzeugten 131 Industriebetriebe* Strom in einer Größenordnung von 4 600 Millionen Kilowattstunden. Fast 100 Prozent des Stroms wurde aus Wärmekraft (Kohle, Öle, Gase, Biomasse) produziert.

Die Stromabgabe der Industriebetriebe* im Jahr 2012 betrug 3 300 Millionen Kilowattstunden. Dabei wurden 66 Prozent an die Energieversorgungsunternehmen, 31 Prozent an andere Abnehmer und 3 Prozent in das Ausland geliefert.

* Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

Quelle: stat. Landesamt

Chinesische Delegation studiert Hochschulwesen in Anhalt

Vom 1. bis zum 8. November befindet sich eine abgesandte chinesische Delegation aus 16 leitenden Hochschullehrern und -mitarbeitern des Chengde Petroleum Colleges für eine Woche an der Hochschule Anhalt.

Die ausländischen Gäste erhalten in einem umfassenden Programm aus Lehrgängen, Besichtigungen und Konsultationen nicht nur Einblick in das deutsche Hochschulbildungssystem und seine engen Verbindungen zu Wirtschaft und Politik, sondern darüber hinaus in die Spezialisierungsbereiche und Schwerpunktfelder der Partnerhochschule mit den Standorten Köthen, Bernburg und Dessau – wie beispielsweise die Algenbiotechnologie oder die Fachrichtungen CAM – spanende und abtragende Fertigungsverfahren sowie Medientechnik.

Foto: PM

Die Kooperation der beiden fachlich sehr ähnlich orientierten Bildungseinrichtungen besteht seit dem Jahr 2004. Im Jahr 2008 fand eine erste Delegationsreise zum gegenseitigen Kennenlernen statt. Neben dem studentischen Austausch wurde auch ein Austausch auf Ebene der Lehre vereinbart. „Seit diesem Zeitpunkt sind Lehrkräfte unserer Hochschule in regelmäßigen Abständen eingeladen, am Chengde Petroleum College Unterricht zu geben. Das bereichert auch die Lehre bei uns“, resümiert Prof. Dr. Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt, die bisherige Partnerschaft.

Derzeit absolvieren die chinesischen Studierenden erst in ihrem Heimatland den so genannten „Junior-Bachelor“ innerhalb von drei Jahren, bevor sie sich für den Auslandsaufenthalt in Deutschland entscheiden können. Hier werden sie dann nach der sprachvorbereitenden Phase am Studienkolleg in das jeweils dritte Semester des verwandten Bachelor-Studienganges immatrikuliert. Üblicherweise schließt sich eine verschieden lange Praxisphase in deutschen Unternehmen an bevor die Absolventen dann nach China zurückkehren, um ihre bilateralen beruflichen Erfahrungen dort gezielt einzusetzen – bei großen deutschen Unternehmen beispielsweise.

Im Jahr 2016 werden voraussichtlich etwa 50 Studierende nach ihrem Studium am Chengde Petroleum College an die Hochschule Anhalt wechseln. Derzeit existieren drei Studiengänge, die mit dieser Ausrichtung absolviert werden können: Verfahrenstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. Weitere sind in Planung. „Für China hat Deutschland das beste Hochschulbildungssystem“, so Orzessek. Neben dem dualen System wären hier bereits das Akkreditierungs- und das Credit-System Vorbild für die Erneuerung der eigenen Hochschulstrukturen gewesen.

50-jähriger Hausmeister mit spitzem Gegenstand attackiert

Bernburg – Am Freitagmorgen, gegen 05:56 Uhr, kam es in der Schloßstraße zu einem versuchten Tötungsdelikt gegenüber einem 50-jährigen Bernburger.

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen war der 50-jährige Geschädigte als Hausmeister im Bereich des Landkreisgebäudes in der Schloßstraße unterwegs. An den Carports hatte er einen Mann bemerkt und sprach diesen an. Nach einer verbalen Auseinandersetzung kam es zu Handgreiflichkeiten. Hierbei wurde der 50-jährige durch einen spitzen Gegenstand im Bauchbereich verletzt. Er rettete sich in sein Dienstzimmer und informierte die Polizei.

Der Geschädigte wurde aufgrund seiner Verletzungen stationär aufgenommen und wird derzeit operiert, es besteht Lebensgefahr.

Der Tatverdächtige 43-jährige Italiener, ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde im Nahbereich vorläufig festgenommen. Er äußert sich nicht zum Sachverhalt, die Ermittlungen wurden aufgenommen, es wird nachberichtet.

Nachmeldung

Der Geschädigte schwebt nach der Operation nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft stellt Haftantrag, das Gericht hat derzeit noch nicht darüber entschieden.