Regattasaison startet im Dauerregen von Zschornewitz

Bernburg / Zschornewitz – Am Samstag, dem 27. April 2013, fand die 45. Zschornewitzer Frühjahrsregatta auf der „Gurke“ statt. Mit von der Partie war auch der Salzland-Achter. Zur Vorbereitung der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) haben die Veranstalter des Zschornewitzer Ruderclubs extra den Achter-Sprint für die RBL-Teams ins Programm aufgenommen.

Regattasaison startet im Dauerregen von Zschornewitz

Bernburg / Zschornewitz – Am Samstag, dem 27. April 2013, fand die 45. Zschornewitzer Frühjahrsregatta auf der „Gurke“ statt. Mit von der Partie war auch der Salzland-Achter. Zur Vorbereitung der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) haben die Veranstalter des Zschornewitzer Ruderclubs extra den Achter-Sprint für die RBL-Teams ins Programm aufgenommen.

Im zwei Rennen über 500 Meter sprintete das Bernburger Boot dann erstmals in dieser Saison. Der Gegner war kein geringerer als der Aufsteiger aus 2011 und letztjährige 10. der 1. Bundesliga, der BEST AUDIT Hauptstadtachter aus Berlin. Weitere Boote waren leider nicht am Start.

Mit der Vorgabe von Trainer Gunnar Richter wurde das erste Rennen nur mit Schlagfrequenz 40 gerudert, die Berliner gewannen klar und zeigten dabei, dass sie zu Recht in der ersten Liga rudern. Im zweiten Rennen startete der Salzland Achter deutlich besser, lag bis zur 350-Meter-Marke gleichauf mit dem Hauptstadtachter. Dann ließen allerdings die Kräfte nach und Berlin gewann auch dieses Rennen. Da die Bernburger allerdings erst am Vortag eine Belastung auf dem Ruderergometer absolviert hatten, war die Mannschaft dennoch recht zufrieden.

Das kommende Wochenende bietet für alle Anhänger des Salzland-Achters auf der heimischen Saale die Chance, die letzte Belastung vor dem Start in die zweite Saison des einzigen Achters aus Sachsen-Anhalt in der Bundesliga, live mit zu verfolgen. Bei der 117. Bernburger Ruderregatta startet der Pirna-Achter aus der 1. Liga gleich mit zwei Booten. Dabei wird der Salzland-Achter versuchen, den Abstand so gering wie möglich zu halten.

Ein besonderes Highlight für die Fans wird auch für den Saisonauftakt in Frankfurt angeboten. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Mannschaft dieses einzigartige Format des Rudersports vor Ort zu besuchen. Der Transport und die Übernachtung kann organisiert werden.

Interessenten melden sich bitte per Mail bei fan@salzland-achter.de an. Weitere Informationen stehen ab dem 1.Mai auf der Homepage www.salzland-achter.de zur Verfügung. Auch die neue Homepage der RBL ist nun online. Unter www.ruder bundesliga.de/133 finden sich ebenfalls Informationen zum Bernburger Boot.

Adventszeit – Vorsicht vor Langfingern

Großes Getümmel in Geschäften und auf Märkten in der Vorweihnachtszeit- Ein gefundenes Fressen für Taschendiebe.

Adventszeit – Vorsicht vor Langfingern!

In dieser Woche öffnen die Weihnachtsmärkte in den Städten des Salzlandkreises. In Geschäften, Warenhäusern und auf Weihnachtsmärkten ist ein großes Getümmel und Gedränge. Viele sind nur von dem einen Gedanken beseelt, bei Besorgungen und Geschenken nichts zu vergessen.

Aber es gibt auch Menschen, die aus ganz anderen Gründen auf den Beginn der Advents- und Weihnachtszeit warten. Sie hoffen gerade jetzt auf ahnungslose und leichtsinnige Opfer sowie reiche Beute, weil sie wissen, dass besonders in dieser Zeit größere Geldsummen sowie Geld- und Kreditkarten mitgeführt werden.

Die Rede ist von Taschendieben, die alle Jahre wieder vielen Menschen die Weihnachtsfreuden gründlich verderben!

Oft machen es die Menschen diesen Ganoven aber auch viel zu leicht an ihr Geld zu kommen. So werden Handtaschen, Rucksäcke und andere Behältnisse beim Einkaufsbummel nicht richtig verschlossen, Brieftaschen “schauen” griffbereit aus Gesäßtaschen heraus. Geldbörsen werden auf Einkaufswagen sowie Kassen- und Einpacktischen abgelegt.

Dabei kann sich jeder durch relativ einfache Schutzmaßnahmen, vor allem durch mehr Aufmerksamkeit, vor solchen Straftaten schützen und den Langfingern das Leben so schwer wie möglich machen.

Dazu einige Hinweise und Empfehlungen aus Sicht der Polizei:

In den meisten Fällen “arbeitet” ein Taschendieb nicht allein. Er hat Komplizen, die das Opfer während der Tat ablenken. Während ein Täter durch Anrempeln, Beschmutzen der Bekleidung oder Verwickeln in ein Gespräch die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, “zieht” ein Zweiter die Geldbörse oder Brieftasche. Oftmals wird diese sofort an einen Dritten übergeben, der dann im Gedränge untertaucht.

Dagegen hilft nur die sichere Verwahrung des Bargeldes sowie der Geld- und Kreditkarten in verschlossenen Innentaschen der Bekleidung sowie in Gürtel- oder Lendentaschen bzw. Brustbeutel. Dabei sollten EC-Karten und die PIN- Nummer immer getrennt aufbewahrt werden. Bei Verlust der Karte sollte unverzüglich die Sperrung über die zuständigen Banken bzw. den Zentralen Sperrannahmedienst veranlasst werden.

Handtaschen, Rucksäcke u.a. Behältnisse sollten verschlossen und nach vorn, fest am Körper, getragen werden. Auch Gesäßtaschen von Hosen, in denen Geldbörsen oder Brieftaschen aufbewahrt werden, sollten zugeknöpft bzw. mit einem Reißverschluss gesichert sein. Ebenso verhält es sich mit Handtaschen oder Geldbörsen, die auf Einkaufswagen oder dem Packtisch abgelegt werden. Versierte Diebe greifen blitzschnell zu!

Reagieren Sie äußerst misstrauisch bei übertriebener Höfflichkeit, wenn Sie angeblich versehentlich angerempelt werden oder Ihre Kleidung mit Eis, Senf oder ähnlichem beschmutzt wird.

Lehnen Sie konsequent eifrig vorgetragene Reinigungsangebote des Verursachers ab, da dies ein häufig angewendeter Trick ist, über direkten Körperkontakt unbemerkt in Ihre Taschen greifen zu können.

Schaffen Sie sofort eine räumliche Distanz und seien Sie sehr aufmerksam!

Ihre Polizei wünscht Ihnen einen ungetrübten Weihnachtseinkauf und eine schöne Adventszeit.

Parken auf einem Behindertenparkplatz

Bernburg – In den vergangen Wochen wurden durch die Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bernburg vermehrt Kontrollen der Behindertenparkplätze im Stadtgebiet durchgeführt. Im Zuge dieser Kontrollen wurden immer wieder Fahrzeuge auf diesen Parkplätzen festgestellt, welche diese in Ermangelung der notwendigen Voraussetzungen nicht benutzen durften. Die verhängten Verwarngelder in Höhe von 35.- € führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Um dennoch eine Verfügbarkeit der Parkflächen für Behinderte zu erreichen wurde somit nach einer angemessenen Zeit ein Abschleppdienst informiert, welcher das Fahrzeug umsetzen sollte.

Widerrechtlich abgestellte PKW wird abgeschleppt. | Foto: Polizei

Überwiegend kamen die Besitzer bereits kurz vor oder zu Beginn der Bergungsarbeiten zum Fahrzeug. Hier erfolgten dann sowohl die Belehrung zur vorliegenden Ordnungswidrigkeit als auch die Vermittlung zum Abschleppdienst, bezüglich der Begleichung bereits entstandener Kosten. Die Betroffenen mussten somit nur die Anfahrkosten des Unternehmens bezahlen, die immerhin noch zwischen 110.- und 150,- € zu Buche schlugen.

Dire Polizei möchte eindringlich klarstellen, dass speziell die Behindertenparkplätze, als auch Feuerwehrzufahrten nur durch die jeweils Berechtigten genutzt werden dürfen.

PKW durch Pyrotechnik gesprengt

Wie in einer Filmszene fühlten sich Anwohner der Güstener Straße in der Freitagnacht. Gegen 23.50 Uhr nahmen sie auf dem Parkplatz eines Fastfood Restaurants einen ohrenbetäubenden Knall wahr. Wie sich wenig später heraus stellte, war ein PKW Ford Focus durch nicht zugelassene Pyrotechnik aus Osteuropa zur Explosion gebracht worden.

Der Feuerwerkskörper detonierte allerdings mit so großer Wucht, dass einzelne Trümmerteile bis zu 10 Meter weit flogen. Am PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Personen wurden nicht verletzt. Noch in der Nacht nahmen Spezialisten des Landeskriminalamtes die Ermittlungen auf. Wer sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03471/3790 im Polizeirevier Salzlandkreis zu melden.

Entsorgung von Grünabfällen in Schönebeck auch 2015 möglich

Schönebeck – Der Städtische Bauhof Schönebecks bietet auch 2015 wieder die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung von Grünabfällen an.

Vom 25. März bis 2. Mai 2015 kann das Grünschnittgut (Rasenschnitt, Zweige) in einem vom Kreiswirtschaftsbetrieb des Salzlandkreises zur Verfügung gestellten Container auf dem Betriebsgelände Dammweg 22 jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr entsorgt werden.

Die Entsorgung von Bauabfällen und Schrott ist strengstens untersagt.

Falsche 20er und 50er Scheine im Salzlandkreis im Umlauf

Salzlandkreis – Wie die Polizei mitteilt, sind in den letzten Wochen im Salzlandkreis vermehrt falsche 20er und 50er Euro-Scheine aufgetaucht.

Die Gelder wurden überwiegend erst in einer der Kontrollmaschinen der örtlichen Banken festgestellt und aussortiert. Was den Schluss zulässt, dass die Fälschungen, sogenannte Falsifikate, entweder sehr gut sind oder die Bevölkerung dem Thema Falschgeld zu wenig Beachtung schenkt.

Die Herstellung solcher Falsifikate kann die Bevölkerung nichts verhindern. Der Anteil, welchen die Bevölkerung allerdings an der Verbreitung dieses Falschgeldes beiträgt kann aber durch eine gezielte Aufklärung verändert werden.

Ein Falsifikat ist in der Regel für den Bürger nicht sofort als ein solches zu erkennen, daher ist es wichtig, dass man bereits bei kleineren Scheinen auf die vorhandenen Sicherheitsmerkmale achtet. Unser Euro ist ein sicheres Zahlungsmittel, tragen sie dazu bei, dass es auch so bleibt.

In den 25 polizeilich bekannten Fällen der letzten 14 Tage, sind 20er und 50er Euro Falsifikate verwendet worden.

Die Wasserzeichen zeigen bei der Betrachtung im Licht nicht transparent sondern eher als leicht gelblicher Aufdruck. Wenn man sie auf einen dunklen Hintergrund legt, sind sie weiterhin zu erkennen.

Der Sicherheitsfaden ist nur angedeutet, hält man den Schein gegen das Licht, bleibt er unverändert und wird nicht dunkel. Ein Sicherheitsfaden ist im Gegenlicht undurchsichtig!

Die Farbe der Falsifikate ist im Vergleich zum echten Geldschein dunkler, der Druck selbst nicht so filigran.

Bei dem verwendeten 20er Euro Schein ist der Perlglanzstreifen auf der Rückseite kaum zu erkennen bzw. gar nicht vorhanden. Beim kippen bemerkt man keinerlei Farbwechsel.

Die „Blüten“, welche derzeit im Salzlandkreis kursieren sind für den geschulten Betrachter leicht zu erkennen.

So können sie sich vor Falschgeld schützen:
www.sicherheitsmerkmale.polizei-beratung.de/

Im Übrigen handelt nicht nur derjenige strafbar, der die Falsifikate herstellt, ebenfalls bestraft wird, wer das Falschgeld in Verkehr bringt. Bedeutet also für jeden, der das falsche Geld weitergibt könnte es zum Problem werden.

Was also tun, wenn sie mit Falschgeld in Kontakt gekommen sind?

Informieren sie bitte sofort die Polizei.

Eine Beschreibung der aushändigenden Person ist sehr wichtig. Fahrzeugkennzeichen oder sonstige Hinweise, die zur Identifizierung beitragen können sollten sie sich merken.

Warnung vor Betrugsmasche mit gefälschten Nachrichten von DHL

Auch im Salzlandkreis sind mittlerweile diese betrügerischen SMS auf einigen Handys angelangt. Am Sonntag meldeten sich zwei Geschädigte im Polizeirevier Salzlandkreis und teilten mit, dass sie eine SMS mit persönlicher Anrede erhalten hatten.

Innerhalb der SMS wurde ihnen mitgeteilt, dass eine DHL-Postsendung unterwegs ist. Über den mitgelieferten Link (URL http://goo.gl/****** (Code) sollte eine Sendungsverfolgung möglichsein. Nachdem der Link aktiviert wurde, installierte sich eine Schadsoftware und ermöglichte den Betrügern so Zugriff auf das Handy.

In beiden Fällen wurde dann anscheinend an alle Kontakte eine solche SMS verschickt. Das Handy wird damit Teil eines sogenannten BOT-Netzwerkes und agiert unter seiner Rufnummer für die Betrüger. Ob es zu weiteren finanziell belastenden Nutzungen der Handys kam, ist in den hier angeführten Fällen unklar. Fakt ist, nachdem die Betrüger die Kontrolle über das Handy erlangt haben stehen ihnen fast alle Möglichkeiten offen.

Die Polizei rät in solchen Fällen:

  • Die SMS Nachricht nicht zu öffnen. Das Paket, sofern sie überhaupt eines erwarten, wird auch ohne Aktivierung des Links bei Ihnen ankommen!
  • Den Link unter keinen Umständen öffnen!
  • Kein persönlichen Daten oder Passwörter aufgrund von irgendwelchen SMS oder E-Mails preisgeben und keine Lieferscheine oder ähnliches herunterzuladen!
  • Am besten gar nicht auf die SMS reagieren!
  •  Ein Smartphone benötigt in der heutigen Zeit dringend ein aktuelles Antivirusprogramm! Fast jeder Hersteller von Antivirensoftware bietet derzeit eine kostenlose Version, die den Standartschutz garantiert! – Installieren und Gerät scannen!

Sollten sie bereits Opfer geworden sein, erstatten sie Strafanazeige (§ 202a STGB) bei der Polizei und ändern ihre Zugangsdaten.

WICHTIG – von einem nicht infizierten Gerät!

Mit dem Zurücksetzen des Handys auf die Werkseinstellungen sollte auch das unerwünschte Programm zu löschen sein.

Gesundheitsrisiko Wohnschimmel – vorbeugen ist besser als heilen

Bei Camaldoli findet am Donnerstag, den 12.03.2015 um 17:00 Uhr ein Schimmel-Infoabend statt. Interessierte können sich durch Multimediapräsentation, Vorführungen und Diskussion über mögliche Ursachen und rasche, wirkungsvolle und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren.

Naturkalk an der Wand setzt Schimmelpilze aufs Trockene

Dass Schimmel zu den größten Wohnplagen gehört und die Gesundheit gefährden kann, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Ebenso lässt sich Wohnschimmel nicht mehr alleine mit fehlerhaftem Lüftungsverhalten erklären oder sich auf den Altbau reduzieren. Auch in Neubauten nistet sich der ungebetene Gast zunehmend ein. Die Ursache ist dabei immer die gleiche: Feuchtigkeit, die sich auf verschiedenen Wegen Zutritt verschafft. Doch wieso waren früher beispielsweise die Kellerwände fast immer feucht, aber kaum von Schimmel befallen? Das Erfolgsgeheimnis von damals wirkt auch noch heute: Putze und Wandanstriche aus Naturkalk. Die nämlich entziehen mit ihrem hohen pH-Wert dem Schimmel schlichtweg die Lebensgrundlage.

Wieso sind überhaupt inzwischen schätzungsweise 35% der deutschen Haushalte von Schimmelbefall in zumindest einem Raum betroffen, Tendenz steigend? Im Altbau bescheren oft schadhaftes Mauerwerk und fehlende Dämmung dem Schimmel seine Lieblingsbedingungen Feuchtigkeit und kalte Wände. In energetisch sanierten Gebäuden und Neubauten ist es die hermetische Abdichtung, z.B. durch Energiesparfenster, die einen „natürlichen“ Luftaustausch verhindert. Dazu kommen in der Bauphase monatelang offene, der Witterung ausgesetzte Baustellen und nicht vollständig ausgetrocknete Rohbauten. Alleine durch Mörtel, Beton, Kleber etc. werden in einen Neubau bis zu 20.000 Liter Wasser eingebracht. Ein Übriges tut der Wandel in der Bevölkerungsstruktur: Ca. 40% der deutschen Haushalte sind inzwischen Singlehaushalte, oft mit mangelnder Gelegenheit zum regelmäßigen Lüften. Und: In einem Mehrpersonenhaushalt entstehen täglich bis zu 12 Liter Feuchtigkeit durch Alltägliches wie Atmen, Schwitzen, Duschen, Baden, Kochen, Wäschewaschen, Blumengießen etc. Am liebsten besiedeln Schimmelpilze also die besonders anfälligen Räume wie Bade-zimmer, wo 53 % der Betroffenen Schimmelbefall beklagen, gefolgt von Schlafzimmer (40 %), Küche oder auch Kinderzimmer.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt? Neben der weitestgehenden Vermeidung von Feuchtigkeit in der Wohnung kommt v.a. den Wandoberflächen eine Schlüsselfunktion dabei zu, dem Schimmel erst gar keine Angriffsfläche zu bieten. Denn auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Hat sich der Schimmel erst mal eingenistet, hilft nur eine gründliche Sanierung, i.d.R. mit der chemischen Keule. Die wiederum bekämpft zwar die Schimmelpilze, ist aber selbst häufig nicht so unbedenklich für Mensch und Umwelt, wie sie sein sollte. So gilt z.B. der Wirkstoff Carbendazim als beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit, Isothiazolinone und Benzalkoniumchlorid als allergieauslösend. „Dabei hält die Natur eines der wirkungsvollsten Mittel gegen Schimmel für uns bereit, das schon die alten Römer kannten. Farben und Putze aus reinem Kalk sind mit einem pH-Wert von 11 bis 13 stark alkalisch und damit – für denSchimmelpilz – sprichwörtlich ätzend“, erklärt Experte Thomas Bühler von Haga, der seit vielen Jahren Wandbeschichtungen aus Naturkalk entwickelt. Und ergänzt: „Durch die Fähigkeit von Kalk, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, sitzen Schimmelpilze buchstäblich auf dem Trockenen, sie finden das zum Überleben notwendige dauerhaft feuchte Milieu nicht mehr vor. Obendrein verbessert sich durch die Feuchteregulierung das Raumklima spürbar“.

Um ihn als Wandbeschichtung verwendbar zu machen, durchläuft der Kalk nach dem Abbau aus natürlichen Vorkommen wie den Schweizer Alpen einige Verarbeitungsschritte. Bei ca. 1.000 °C gebrannt und mit Wasser „gelöscht“ entsteht Sumpfkalk, durch Trocknen das pulverförmige Kalkhydrat, das durch Anrühren mit Wasser zum Anstrich wird. Für die gewünschte Farbgebung werden rein natürliche Pigmente beigemischt. So entsteht ein durch und durch natürliches Produkt für die wohngesunde, schimmelvermeidende Wandgestaltung mit allen gestalterischen Möglichkeiten. Solche Naturkalkfarben und –putze bekommt man v.a. im ökologischen Baustoffhandel und kann sie auf allen entsprechend vorbehandelten Wänden anbringen. Ambitionierte Heimwerker können sich in Seminaren die Kniffe für die Verarbeitung aneignen, mit dem Schwerpunkt nach Wahl: Schimmelvorbeugung, kreative Wandgestaltung oder – falls notwendig – Feuchtesanierung. Weniger Versierte sollten einen in der Verarbeitung ökologischer Wandbeschichtungen erfahrenen Maler oder Stuckateur zu Rate ziehen. Weitere Infos zu schimmelhemmender, wohngesunder Wandgestaltung mit Naturkalk und Seminarterminen unter www.haganatur.de

Infoveranstaltung

Bei Camaldoli findet am Donnerstag, den 12.03.2015 um 17:00 Uhr ein Schimmel-Infoabend statt. Interessierte können sich durch Multimediapräsentation, Vorführungen und Diskussion über mögliche Ursachen und rasche, wirkungsvolle und natürliche Abhilfen von Wohnschimmel informieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Anmeldung unter:
Camaldoli, Köthener Str. 7a, 39218 Schönebeck/Elbe, Tel.: 0170 3168202, E-Mail: info@bau-st.eu

Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Das Projekt enterability – Gründungsberatung für Menschen mit Schwerbehinderung endet im Dezember 2014 erfolgreich nach vierjähriger Modelllaufphase enterability hat in Sachsen-Anhalt über 100 Menschen mit Behinderung zu ihrer geplanten Existenzgründung intensiv beraten und begleitet.

Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Frank-Krunig-und-Claudia-Ducho | Archivfoto: PM

36 haben den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt – die meisten bis heute erfolgreich. „Viele Menschen mit Schwerbehinderung“, so Gründungsberaterin Claudia Ducho, „entscheiden sich bewusst für eine berufliche Selbstständigkeit. Sie können sich selbst einen Arbeitsplatz gestalten, der gesundheitlich fördernde Bedingungen ermöglicht und der persönlichen und fachlichen Eignung entspricht.“ Physiotherapie, Hochzeitswerkstatt und Papierkunst sind weitere der vielfältigen und spannenden Unternehmensgründungen, die die Mitarbeiter von enterability begleiten und unterstützen durften. Die Gründer sind froh, dass Sie sich für die Selbstständigkeit entschieden haben und nun ihr eigener Chef sind.

Ohne Behinderung in die Selbstständigkeit

Ein Erfolgsbeispiel ist Ralf Hohmann aus Egeln. Nachdem er vergeblich versuchte, einen für seine Behinderung geeigneten Arbeitsplatz als Tischler zu finden, machte er sein Hobby zum Beruf und gründete im September 2012 sein Unternehmen „Restauration und Holzmanufaktur“. Er hat sich darauf spezialisiert, exklusive Antikmöbel oder mit der Zeit lieb gewonnene Möbel und andere Holzobjekte mit Liebe und Sachverstand zu restaurieren und aufzuarbeiten. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist er dieses Jahr in eine größere Werkstatt umgezogen und eröffnete im Juni 2014 zusammen mit seiner Lebensgefährtin einen Gemeinschaftsladen in der Egelner Innenstadt. Für Herrn Hohmann war der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit bis heute der richtige. Die freie Arbeits- und Zeiteinteilung sowie die Freude an der Arbeit haben sich auch auf seine Gesundheit positiv ausgewirkt. Ralf Hohmann bereitete seine Selbstständigkeit zusammen mit enterability gut vor: Businessplan und Finanzplan wurden geschrieben, Seminare besucht, Strategien zur Kundenakquise entwickelt, eine Werkstatt gemietet, das Jobcenter um finanzielle Unterstützung gebeten.

enterability wurde vom Ministerium für Arbeit und Soziales/Integrationsamt gefördert.

(PM)

Stromverbrauch der sachsen-anhaltischen Industriebetriebe im Jahr 2012 leicht gesunken

Sachsen-Anhalt – Nach den Ergebnissen der Erhebung über die Energieverwendung 2012, die im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt vorliegen, verbrauchten die Betriebe der Industrie*10 600 Millionen Kilowattstunden Strom. Gegenüber dem Jahr 2011 verringerte sich somit der Stromverbrauch der befragten Betriebe um 2 Prozent.

Mit einem Anteil von 14 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Industrie, rangiert der Strom an dritter Stelle nach Erdgas (35 %) und Mineralölen (19 %).

Fast ein Drittel des Stroms (3 400 Millionen Kilowattstunden) wurde von den Industriebetrieben* im Saalekreis verbraucht, was in etwa auch dem Stromverbrauch der privaten Haushalte Sachsen-Anhalts entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist in diesem Landkreis der Stromverbrauch um 1 Prozent gesunken. Mit 1 200 Millionen Kilowattstunden, das sind 11 Prozent des Stromverbrauchs, folgte der Salzlandkreis.

Stromverbrauch nach Wirtschaftszweigen:

  • Wirtschaftsbereich „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ – 4 000 Millionen Kilowattstunden (38 Prozent)
  • Betriebe, die Nahrungs- und Futtermittel herstellen – 960 Millionen Kilowattstunden Strom (9 Prozent)
  •  Betriebe des Wirtschaftsbereiches „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ – 950 Millionen Kilowattstunden (9 Prozent)

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter berichtete, erzeugten 131 Industriebetriebe* Strom in einer Größenordnung von 4 600 Millionen Kilowattstunden. Fast 100 Prozent des Stroms wurde aus Wärmekraft (Kohle, Öle, Gase, Biomasse) produziert.

Die Stromabgabe der Industriebetriebe* im Jahr 2012 betrug 3 300 Millionen Kilowattstunden. Dabei wurden 66 Prozent an die Energieversorgungsunternehmen, 31 Prozent an andere Abnehmer und 3 Prozent in das Ausland geliefert.

* Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

Quelle: stat. Landesamt