Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Das Projekt enterability – Gründungsberatung für Menschen mit Schwerbehinderung endet im Dezember 2014 erfolgreich nach vierjähriger Modelllaufphase enterability hat in Sachsen-Anhalt über 100 Menschen mit Behinderung zu ihrer geplanten Existenzgründung intensiv beraten und begleitet.

Ein erfolgreiches Existenzgründungsprogramm endet in Sachsen-Anhalt

Frank-Krunig-und-Claudia-Ducho | Archivfoto: PM

36 haben den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt – die meisten bis heute erfolgreich. „Viele Menschen mit Schwerbehinderung“, so Gründungsberaterin Claudia Ducho, „entscheiden sich bewusst für eine berufliche Selbstständigkeit. Sie können sich selbst einen Arbeitsplatz gestalten, der gesundheitlich fördernde Bedingungen ermöglicht und der persönlichen und fachlichen Eignung entspricht.“ Physiotherapie, Hochzeitswerkstatt und Papierkunst sind weitere der vielfältigen und spannenden Unternehmensgründungen, die die Mitarbeiter von enterability begleiten und unterstützen durften. Die Gründer sind froh, dass Sie sich für die Selbstständigkeit entschieden haben und nun ihr eigener Chef sind.

Ohne Behinderung in die Selbstständigkeit

Ein Erfolgsbeispiel ist Ralf Hohmann aus Egeln. Nachdem er vergeblich versuchte, einen für seine Behinderung geeigneten Arbeitsplatz als Tischler zu finden, machte er sein Hobby zum Beruf und gründete im September 2012 sein Unternehmen „Restauration und Holzmanufaktur“. Er hat sich darauf spezialisiert, exklusive Antikmöbel oder mit der Zeit lieb gewonnene Möbel und andere Holzobjekte mit Liebe und Sachverstand zu restaurieren und aufzuarbeiten. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist er dieses Jahr in eine größere Werkstatt umgezogen und eröffnete im Juni 2014 zusammen mit seiner Lebensgefährtin einen Gemeinschaftsladen in der Egelner Innenstadt. Für Herrn Hohmann war der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit bis heute der richtige. Die freie Arbeits- und Zeiteinteilung sowie die Freude an der Arbeit haben sich auch auf seine Gesundheit positiv ausgewirkt. Ralf Hohmann bereitete seine Selbstständigkeit zusammen mit enterability gut vor: Businessplan und Finanzplan wurden geschrieben, Seminare besucht, Strategien zur Kundenakquise entwickelt, eine Werkstatt gemietet, das Jobcenter um finanzielle Unterstützung gebeten.

enterability wurde vom Ministerium für Arbeit und Soziales/Integrationsamt gefördert.

(PM)

Stromverbrauch der sachsen-anhaltischen Industriebetriebe im Jahr 2012 leicht gesunken

Sachsen-Anhalt – Nach den Ergebnissen der Erhebung über die Energieverwendung 2012, die im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt vorliegen, verbrauchten die Betriebe der Industrie*10 600 Millionen Kilowattstunden Strom. Gegenüber dem Jahr 2011 verringerte sich somit der Stromverbrauch der befragten Betriebe um 2 Prozent.

Mit einem Anteil von 14 Prozent am gesamten Energieverbrauch der Industrie, rangiert der Strom an dritter Stelle nach Erdgas (35 %) und Mineralölen (19 %).

Fast ein Drittel des Stroms (3 400 Millionen Kilowattstunden) wurde von den Industriebetrieben* im Saalekreis verbraucht, was in etwa auch dem Stromverbrauch der privaten Haushalte Sachsen-Anhalts entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist in diesem Landkreis der Stromverbrauch um 1 Prozent gesunken. Mit 1 200 Millionen Kilowattstunden, das sind 11 Prozent des Stromverbrauchs, folgte der Salzlandkreis.

Stromverbrauch nach Wirtschaftszweigen:

  • Wirtschaftsbereich „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“ – 4 000 Millionen Kilowattstunden (38 Prozent)
  • Betriebe, die Nahrungs- und Futtermittel herstellen – 960 Millionen Kilowattstunden Strom (9 Prozent)
  •  Betriebe des Wirtschaftsbereiches „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ – 950 Millionen Kilowattstunden (9 Prozent)

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter berichtete, erzeugten 131 Industriebetriebe* Strom in einer Größenordnung von 4 600 Millionen Kilowattstunden. Fast 100 Prozent des Stroms wurde aus Wärmekraft (Kohle, Öle, Gase, Biomasse) produziert.

Die Stromabgabe der Industriebetriebe* im Jahr 2012 betrug 3 300 Millionen Kilowattstunden. Dabei wurden 66 Prozent an die Energieversorgungsunternehmen, 31 Prozent an andere Abnehmer und 3 Prozent in das Ausland geliefert.

* Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 und mehr Beschäftigten.

Quelle: stat. Landesamt