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Großer Kampf im Spitzenspiel reicht nicht zum Sieg

2. Dezember 2014

Was für eine Kulisse, was für eine Stimmung und was für ein Spiel. Die Regionalliga- Spitzenpartie zwischen den Aschersleben Tigers und den Herzögen Wolfenbüttel hielt das was sie im Vorfeld versprochen hatte und war eines Spitzenspiels absolut würdig.

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sportnachrichten magdeburg

700 Zuschauer hatten am Samstagabend den Weg in die Ballhaus-Arena Aschersleben gefunden und erlebten wie sich der ungeschlagene Tabellenführer am Ende auch gegen die Tigers mit 86:99 durchsetzten. Nach zwischenzeitlichen 20 Punkten Rückstand im dritten Viertel kämpften sich die Einestädter sogar noch einmal auf vier Punkte heran und boten den Fans im Ballhaus einen tollen Kampf. Topscorer auf Seiten der Aschersleber waren Michael Canty und Ljubisa Markovic mit 19 bzw. 18 Punkten.

Die Aschersleben Tigers starteten mit Michael Canty, Andrew Jones, Ljubisa Markovic, Mads Rasmussen und Kapitän Sebastian Harke in die Partie. Zunächst fanden die Gäste aus Niedersachsen vor allem in Person von Center Marcel Schwarz besser in die Partie. Dann waren es allerdings die Tigers die das Heft in die Hand nahmen und bis zur 4. Spielminute mit 10:6 in Führung gingen. Auch im weiteren Verlauf des ersten Viertels setzte sich dieser Trend der Ausgeglichenheit fort. Durch einen Korbleger mit Bonusfreiwurf durch Angelo Görsch und einen Dreipunktewurf von Andrew Jones konnten sich die Aschersleber zum Ende des ersten Viertels bis auf 22:19 absetzen. Auch im zweiten Spielabschnitt gestaltete sich die Partie beider Mannschaften weiter auf Augenhöhe (28:30). Dann allerdings sorgten der Norweger Skouen und Spielertrainer Ward Mitte des zweiten Viertels für einen 0:14-Lauf der Herzöge was gleichzeitig eine 16 Punkte-Führung für die Gäste bedeutete. Danach fingen sich die Tigers wieder etwas und man konnte zumindest in der Offensive wieder für einige sehenswerte Aktionen sorgen. Zur Halbzeit stand trotzdem eine 39:59- Halbzeitführung für die Gäste aus der Lessingstadt auf der Anzeigetafel der Ballhaus-Arena. In der Kabine schien Tigers-Trainer Michael Opitz dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Aschersleber kamen mit der richtigen Intensität aus der Kabine und wollten zeigen, dass man sich in heimischer Halle nicht einfach so geschlagen geben wollte. Durch zehn Punkte von Markovic und Canty kam man schnell wieder auf 50:59 heran. Dann schlichen sich allerdings wieder einige Fehler im Offensiv-Spiel der Hausherren ein. Dies nutzen die Herzöge gnadenlos aus und zogen bis zur 29. Spielminute wieder auf 58:78 davon. Doch auch diesmal bissen die Tigers die Zähne zusammen und verkürzten bis zum Ende des Viertels erneut auf 71:83. Gleich zu Beginn des letzten Spielabschnittes sorgte Mads Rasmussen wieder dafür, dass die Basketballer aus der ältesten Stadt Sachsen- Anhalts nur noch mit zehn Punkten zurücklagen. Harke, Rasmussen, Canty und Markovic brachten das Ballhaus dann mit einem 7:0-Lauf für die Einestädter zum Kochen und zwangen die Wolfenbütteler beim Stand von 80:85 zu einer Auszeit. Andrew Jones verkürzte dann nochmals auf nur vier Punkte Rückstand. Man merkte dem Team von Michael Opitz nun an das die ständige Aufholjagd seine Spuren hinterlassen hatte und den Tigers nun einfach die Kräfte fehlten um nochmals eine Schippe oben drauf zu packen. Am Ende mussten die Aschersleben Tigers im Spitzenspiel den an diesem Tag besser aufgelegten Herzögen aus Wolfenbüttel Tribut zollen und die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen, wie auch Trainer Michael Opitz resümierte. „Glückwunsch an Wolfenbüttel. Sie haben heute einfach etwas besser gespielt als meine Jungs. Ich bin stolz auf das Team und die Art und Weise wie wir in der zweiten Halbzeit und auch nach dem Rückstand im dritten Viertel gekämpft haben. Wenn ein Team wie Wolfenbüttel in einem solchen Spiel so hochprozentig trifft, dann gibt es einfach sehr wenig was man dagegen tun kann. Ein großes Dankeschön möchte ich auch unseren Fans und vor allem unserem Fanclub zukommen lassen, die uns heute einfach toll unterstützt haben. In der Regionalliga vor einer solchen Kulisse zu spielen ist sicher nicht alltäglich und erfüllt uns mit Stolz.“

Das nächste Spiel der Aschersleben Tigers findet am kommenden Samstag, den 06.12.2014 um 19.15 Uhr in der Sporthalle Herdergymnasium in Rendsburg statt.

Angelo Görsch (5), Michael Canty (19), Leon Dronjak (dnp), Edward Madi (dnp), Andrew Jones (16), Lachezar Karadzhov (0), Ljubisa Markovic (18 Punkte, 17 Rebounds), Sebastian Knippertz (dnp), Pascal Wolfram (0), Karl Democh (dnp), Ole Alsen (0), Mads-Kofod Rasmussen (14), Sebastian Harke (14), July Arabadjiiski (0).

(PM)

Dieser Artikel wurde am 02.Dezember 2014 von Lars Rode (lro) veröffentlicht.

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