Innenministerium will Hürden für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide spürbar senken

Sachsen-Anhalt – Das Innenministerium plant, die rechtlichen Voraussetzungen für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide abzusenken. Die direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Entscheidungsprozessen könnte somit gestärkt werden.

Einheitliches Kommunalrecht geplant

Das Innenministerium plant, die rechtlichen Voraussetzungen für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide abzusenken. „Mit einer neuen Kommunalverfassung arbeiten wir derzeit an einem Gesetz, das die Bedingungen für die Teilhabe erheblich erleichtert. Wir wollen die Mitwirkung und direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an kommunalen Entscheidungsprozessen stärken und fördern“, erklärte Innenminister Holger Stahlknecht.

Die bisher in der Gemeindordnung verankerten Regelungen stellten Hürden dar, die so nicht beibehalten werden sollen. So könne derzeit nur „über eine wichtige Gemeindeangelegenheit“ ein Bürgerentscheid beantragt werden. „Allein das Wort ‚wichtig’ führt zu Unsicherheiten, die wir beseitigen wollen und damit ermöglichen, dass grundsätzlich alle relevanten Angelegenheiten über das Instrumentarium des Bürgerentscheids mitbestimmbar sind“, so Stahlknecht. Des Weiteren soll beispielsweise die Frist für die Einreichung eines Bürgerbegehrens, das sich gegen einen Beschluss des Gemeinderates richtet, von sechs Wochen auf zwei Monate erhöht werden. Angestrebt wird auch die Herabsetzung der Quoren, also der für ein Plebiszit notwendigen Unterstützerunterschriften.

Die Überlegungen sind Teil des Vorhabens die bisher im Land bestehenden Regelungen der Gemeindeordnung, der Landkreisordnung und des Verbandsgemeindegesetzes in einer Kommunalverfassung zusammen zu führen.

„Mit dem Kommunalverfassungsgesetz soll ein Kommunalrecht aus einem Guss geschaffen werden“, sagte Stahlknecht. Alle ehrenamtlich und hauptamtlich in den Kommunen Tätigen würden dann mit einheitlichen Vorschriften arbeiten, egal ob sie einem Gemeinderat, einem Kreistag oder einem Verbandsgemeinderat angehören. Weitere wesentliche Ziele des Gesetzesvorhabens seien die Optimierung und Modernisierung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Erweiterung neuer kommunaler Gestaltungsspielräume.

Das Innenministerium plant, einen entsprechenden Gesetzesentwurf noch vor der parlamentsfreien Zeit im Sommer 2013 in den Landtag einzubringen.

Zu den weiteren Inhalten gehören die Stärkung der im Zuge der Gemeindegebietsreform eingeführten Verbandsgemeinde, die Stärkung der Rechte der Ortschaften und die Fortentwicklung des Ortschaftsrechts sowie die Klarstellung des Anhörungsrechts des Ortschaftsrates und die Möglichkeit, Haushaltsmittel für die dem Ortschaftsrat obliegenden Aufgaben als Budget zuzuweisen.

Auch die Sicherstellung einer wirksamen Ortschaftsvertretung und die Einführung der Direktwahl des Ortsvorstehers sind Teil des Vorhabens einer neuen Kommunalverfassung.

Aufgenommen in die Überlegungen des Innenministeriums wurde eine Bindungswirkung bei Haushaltskonsolidierungskonzepten der Kommunen. Ebenso ein Genehmigungsvorbehalt für Liquiditätskredite.

Niestädt/Barthel: Haushalt 2014 ohne Schulden

Sachsen-Anhalt – Gute Nachrichten aus unserer Landeshauptstadt – Der neue Haushalt soll ohne Neuverschuldung für das Jahr 2014 aufgestellt werden. Inwieweit dieser Plan umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Dazu nachfolgend die gemeinsame Pressemitteilung der CDU und SPD.

Eckwerteberechnung Haushalt 2014, mittelfristige Finanzplanung bis 2017

Der Finanzminister hat heute im Kabinett zur Fortschreibung der Eckwerte eine Vorlage mit der Darstellung der fiskalischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes vorgelegt. Neben den Errungenschaften der vergangenen Jahre, wie erste Schuldentilgung von 25 Mio. Euro im Jahr 2012, Ansparung von Rücklagen für Pensionsansprüche und Steuerschwankungsreserve, ist aber aus der Unterlage auch festzustellen, dass Sachsen-Anhalt pro Einwohner eine höhere Verschuldung als die anderen neuen Bundesländer in den letzten Jahren verzeichnen musste. Dies liegt auch an der demografischen Entwicklung unseres Landes, das mit dem stärksten Bevölkerungsrückgang aller Bundesländer zu kämpfen hat.

Verbunden mit der Vorlage sind die politischen Ziele der Landesregierung. Im Jahr 2025 soll der Bevölkerungsrückgang gestoppt sein und das Land ohne Hilfen der EU oder des Bundes auf eigenen finanziellen Füßen stehen können. In zehn Jahren werden zwei Drittel aller Kommunen schuldenfrei sein und durch die Investitionsmittel des Landes von jährlich 125 Mio. Euro werden die wichtigen Projekte abgeschlossen sein.

Das heute vorgelegte Papier zeigt einen Handlungsbedarf von 204,4 Mio. Euro auf. In der Vorlage unterbreitet der Finanzminister bereits Vorschläge für Kosteneinsparungen.

„Das heute vom Finanzminister vorgelegte Papier ist eine solide Arbeitsgrundlage für die Landesregierung“, erklärte Krimhild Niestädt, stellv. Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Es zeigt umfassend die Rahmenbedingungen für die Aufstellung des nächsten Landeshaushaltes. Dieser Haushalt, und das will ich besonders betonen, soll ohne Neuverschuldung für das Jahr 2014 aufgestellt werden.“

„An dem bislang strikten Konsolidierungskurs dieser Koalition gilt es nunmehr festzuhalten“, sagte Kay Barthel, finanzpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. „Alle Ministerien sind gefordert ihren Teil zu dem im heutigen Arbeitspapier ausgewiesenen Handlungsbedarf von 204,4 Mio. Euro durch Ausgabeneinsparungen oder Einnahmenerschließung zu erbringen. Unser Politikziel bleibt es, dabei Spielräume für Investitionen zu erhalten.“

Aufruf an alle Musiker – Fête de la musique in der Innenstadt Aschersleben

Aschersleben – Die Aschersleber Kulturanstalt geht in diesem Jahr erstmals für Aschersleben ins Rennen und startet folgenden Aufruf an alle Musiker:

Die FÊTE DE LA MUSIQUE lädt zum gemeinsamen Musizieren ein

Immer am 21. Juni erklingt die FÊTE DE LA MUSIQUE: das Fest der Musik – Worldwide Music Day. Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und viel musikalischem Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen und populären Ereignis entwickelt. Inzwischen verbindet FÊTE DE LA MUSIQUE die Menschen in 340 Städten weltweit, davon 60 in Europa. Geboten wird Musik aller Stilrichtungen.

Die Aschersleber Kulturanstalt geht in diesem Jahr erstmals für Aschersleben ins Rennen. Der Grundgedanke ist, das jeder, der in irgendeiner Form Musik macht, sein Können einer breiten Masse zeigen kann – egal ob Profi oder Amateur. In anderen Städten ist es bereits Gang und Gebe, dass sogar die Jüngsten mit dabei sind. Deshalb der Aufruf an alle, die Spaß an Musik haben, gern singen oder ein Instrument spielen – an alle Musiker, Bands, Chöre, Spielmannszüge, Schulen, Schülerbands, Kindertagesstätten, Musikschulen etc. Bewerbt euch!

Die wichtigsten Daten zum Musikfest im Überblick:

Termin: 21.06.2013
Zeit: 16:00 Uhr bis 24:00 Uhr
Bühnen: 4 (Open Air)
Technik: wird gestellt
Honorar: ohne

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind auf der Homepage der Aschersleber Kulturanstalt (www.aschersleber-kulturanstalt.de) zu finden.

Fête de la musique
Freitag, 21. Juni 2013, ab 16:00 Uhr
Innenstadt Aschersleben

Kostenlose Rettungsschwimmausbildung und Fortbildung für Erzieher und Grundschullehrer

Salzlandkreis – Auch in diesem fördert die DLRG die Ausbildung von Erziehern in der Rettungsschwimmerausbildung. Neu in diesem Jahr ist, dass auch Grundschullehrer und Erzieher in der Ausbildung kostenfrei an der Ausbildung zum Rettungsschwimmer teilnehmen dürfen.

Lena lacht – Sarah schreit, Torben tobt – und Max mag kein Wasser im Gesicht: Wer schon mal mit einer Horde kleiner Kinder im Schwimmbad war, weiß wie unterschiedlich die Kleinen auf das nasse Element reagieren und wie anstrengend und nervenaufreibend es sein kann, alle und alles im Blick zu behalten. Um Kindergarten-Erzieherinnen und –Erziehern sowie Grundschullehrern zu ermuntern, mit Ihren Schützlingen dennoch baden zu gehen und ihnen dazu das nötige Handwerkszeug in die Badetasche zu packen, bietet die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) das Projekt „Schwimmen lernen mit NIVEA“ an.

Zunächst heißt es „ab ins Wasser“: In einem Kurs bei der DLRG Ortsgruppe Bernburg/Saale e.V. frischen die Erzieher und Grundschullehrer ihre Rettungsschwimmqualifikationen auf und erwerben am Ende des Kurses das Rettungsschwimmabzeichen in Silber. Denn die Rettungsfähigkeit der Begleitperson im Bad ist nicht nur elementare Grundvoraussetzung für den Schutz der Kinder – sie gibt dem so ausgebildeten Erzieher auch die nötige Ruhe und Sicherheit um die Kinder entspannt an das Wasser heranzuführen. Neu in diesem Jahr, Nivea öffnet die Ausbildung ab 2013 nicht für Erzieher in Festanstellung sondern auch für Grundschullehrer/-innen und Erzieher/-innen welche sich in Ihrer Berufsausbildung befinden.

Überregionale Fortbildung

Wer sich erfolgreich „versilbert“ hat, trifft sich im Anschluss zu einem zweitägigen überregionalen Lehrgang „Spielerische Grundlagen der Wassergewöhnung und Wasserbewältigung im Kindergarten/ Grundschule“ im DLRG-Bundeszentrum in Bad Nenndorf, Niedersachsen. Ausbildungsexperten der DLRG vermitteln hier Tipps und Tricks, wie Kinder spielerisch über richtiges Verhalten am Wasser aufgeklärt, an das Element Wasser gewöhnt und an das Schwimmen lernen herangeführt werden können.

Kostenfrei dank NIVEA

Die Teilnahme am Projekt ist für die Erzieher und Grundschullehrer durch die Zusammenarbeit der DLRG mit dem Partner Beiersdorf kostenfrei und wird als Fortbildungsmaßnahme anerkannt. Weiterer positiver Nebeneffekt für die Erzieher und Grundschullehrer: Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten überhaupt und ein idealer Ausgleichssport für die Arbeit im Kindergarten und Schule.

Zusatzqualifikation möglich

Die Erzieher/innen und Grundschullehrer haben die Möglichkeit sich mit einem 2. Lehrgang zum Ausbildungsassistent Schwimmen weiterzuqualifizieren. Dieser Lehrgang ist vom DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) als Vorstufenqualifikation anerkannt auf dem Weg zum Trainer und baut auf dem ersten Lehrgang „Wassergewöhnung/-bewältigung“ auf. An einem Wochenende werden unter Anderem Grundlagen der Bewegungslehre, Biomechanik und des Schwimmen Lernens bis hin zum Lehren und Korrigieren der Brustschwimmtechnik vermittelt. Allen Erziehern/ Grundschullehrern, die mit Kindern älter als 6 Jahre arbeiten, wird empfohlen diesen Folgelehrgang zu besuchen.

Neugierig geworden?

Melden Sie sich einfach bei uns unter E-Mail: vorsitz@bernburg-saale.dlrg.de oder besuchen Sie uns auf unserer Internetseite www.bernburg-saale.dlrg.de oder besuchen Sie uns immer Mittwochs in der Schwimmhalle Staßfurt von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr oder in der Schwimmhalle Bernburg von 09.00 Uhr bis 10.00Uhr.

City App Aschersleben geht an den Start

Aschersleben – Gemeinsam mit einer Marketingagentur hat die Stadt Aschersleben das Projekt einer City App für Aschersleben gestartet.

Ziel ist es, Informationen rund um Aschersleben (Hotels, Restaurants, Geschäfte oder Handwerksbetriebe) an jedem Ort per mobilem Endgerät, ob Smartphone oder Tablet-PC, zugänglich zu machen.

Schon jetzt sind viele Inhalte auf www.aschersleben.de abrufbar, wenn diese Adresse in ein internetfähiges Handy eingegeben wird.

Der Nutzer findet Informationen über Sehenswürdigkeiten, Kultureinrichtungen, Unterkünfte, Gastronomie oder Veranstaltungen in praktischen Kategorien und kann sich die gesuchten Ziele punktgenau auf der Stadtkarte anschauen. Die neue City App soll dieses Angebot erweitern.

Mitteldeutsche Oberliga: TSG Calbe im Erzgebirge am Ende deutlich unterlegen

Es sind eben jene Minuten, die die wahre Leistungsfähigkeit des Calbenser Frauenteams in der Mitteldeutschen Oberliga aufzeigen. Im Duell gegen eines der Spitzenteams der Liga, den HSV Marienberg, konnten die Schützlinge von TSG-Trainer Frank Mühlner über 25 Minuten dem Gegner nicht nur Paroli bieten, sondern vielmehr noch das Spielgeschehen mitbestimmen.

Die Calbenserinnen begannen mit einer starken Abwehrformation und zeigten sich im Angriff gut aufgelegt, zwar ließ man bereits einige Chancen ungenutzt, beim Stand von 8:10 jedoch war man mehr als nur in Schlagdistanz. Es sind allerdings auch diese Minuten, die den Makel dieser Saison widerspiegeln, denn bis zur Pause musste der erneut extrem knapp besetzte Kader dem eigenen Tempo Tribut zollen und lag zur Halbzeit mit einem nicht leistungsgerechten 9:15 zurück.

Im zweiten Spielabschnitt machte sich insbesondere auf Seiten der Gastgeberinnen aus dem Erzgebirge die deutlich besser besetzte Bank und demzufolge die größeren Kräftereserven bemerkbar. Auf Calbenser Seite schwanden mehr und mehr die Kräfte und auf Seiten des HSV baute man den Vorsprung Tor um Tor auf den 35:17-Endstand aus.

TSG Calbe: Stephanie Crimée, Elisa Mennecke – Patrizia Engelmann (1), Stefanie Hüls (4/2), Lisann Rust, Melanie Sauer (2), Franziska Sprotte (2), Kristin Sroka (6), Mandy Wenzel (1), Josi Wurbs (1)

Regattasaison startet im Dauerregen von Zschornewitz

Bernburg / Zschornewitz – Am Samstag, dem 27. April 2013, fand die 45. Zschornewitzer Frühjahrsregatta auf der „Gurke“ statt. Mit von der Partie war auch der Salzland-Achter. Zur Vorbereitung der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) haben die Veranstalter des Zschornewitzer Ruderclubs extra den Achter-Sprint für die RBL-Teams ins Programm aufgenommen.

Regattasaison startet im Dauerregen von Zschornewitz

Bernburg / Zschornewitz – Am Samstag, dem 27. April 2013, fand die 45. Zschornewitzer Frühjahrsregatta auf der „Gurke“ statt. Mit von der Partie war auch der Salzland-Achter. Zur Vorbereitung der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) haben die Veranstalter des Zschornewitzer Ruderclubs extra den Achter-Sprint für die RBL-Teams ins Programm aufgenommen.

Im zwei Rennen über 500 Meter sprintete das Bernburger Boot dann erstmals in dieser Saison. Der Gegner war kein geringerer als der Aufsteiger aus 2011 und letztjährige 10. der 1. Bundesliga, der BEST AUDIT Hauptstadtachter aus Berlin. Weitere Boote waren leider nicht am Start.

Mit der Vorgabe von Trainer Gunnar Richter wurde das erste Rennen nur mit Schlagfrequenz 40 gerudert, die Berliner gewannen klar und zeigten dabei, dass sie zu Recht in der ersten Liga rudern. Im zweiten Rennen startete der Salzland Achter deutlich besser, lag bis zur 350-Meter-Marke gleichauf mit dem Hauptstadtachter. Dann ließen allerdings die Kräfte nach und Berlin gewann auch dieses Rennen. Da die Bernburger allerdings erst am Vortag eine Belastung auf dem Ruderergometer absolviert hatten, war die Mannschaft dennoch recht zufrieden.

Das kommende Wochenende bietet für alle Anhänger des Salzland-Achters auf der heimischen Saale die Chance, die letzte Belastung vor dem Start in die zweite Saison des einzigen Achters aus Sachsen-Anhalt in der Bundesliga, live mit zu verfolgen. Bei der 117. Bernburger Ruderregatta startet der Pirna-Achter aus der 1. Liga gleich mit zwei Booten. Dabei wird der Salzland-Achter versuchen, den Abstand so gering wie möglich zu halten.

Ein besonderes Highlight für die Fans wird auch für den Saisonauftakt in Frankfurt angeboten. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsam mit der Mannschaft dieses einzigartige Format des Rudersports vor Ort zu besuchen. Der Transport und die Übernachtung kann organisiert werden.

Interessenten melden sich bitte per Mail bei fan@salzland-achter.de an. Weitere Informationen stehen ab dem 1.Mai auf der Homepage www.salzland-achter.de zur Verfügung. Auch die neue Homepage der RBL ist nun online. Unter www.ruder bundesliga.de/133 finden sich ebenfalls Informationen zum Bernburger Boot.

Adventszeit – Vorsicht vor Langfingern

Großes Getümmel in Geschäften und auf Märkten in der Vorweihnachtszeit- Ein gefundenes Fressen für Taschendiebe.

Adventszeit – Vorsicht vor Langfingern!

In dieser Woche öffnen die Weihnachtsmärkte in den Städten des Salzlandkreises. In Geschäften, Warenhäusern und auf Weihnachtsmärkten ist ein großes Getümmel und Gedränge. Viele sind nur von dem einen Gedanken beseelt, bei Besorgungen und Geschenken nichts zu vergessen.

Aber es gibt auch Menschen, die aus ganz anderen Gründen auf den Beginn der Advents- und Weihnachtszeit warten. Sie hoffen gerade jetzt auf ahnungslose und leichtsinnige Opfer sowie reiche Beute, weil sie wissen, dass besonders in dieser Zeit größere Geldsummen sowie Geld- und Kreditkarten mitgeführt werden.

Die Rede ist von Taschendieben, die alle Jahre wieder vielen Menschen die Weihnachtsfreuden gründlich verderben!

Oft machen es die Menschen diesen Ganoven aber auch viel zu leicht an ihr Geld zu kommen. So werden Handtaschen, Rucksäcke und andere Behältnisse beim Einkaufsbummel nicht richtig verschlossen, Brieftaschen “schauen” griffbereit aus Gesäßtaschen heraus. Geldbörsen werden auf Einkaufswagen sowie Kassen- und Einpacktischen abgelegt.

Dabei kann sich jeder durch relativ einfache Schutzmaßnahmen, vor allem durch mehr Aufmerksamkeit, vor solchen Straftaten schützen und den Langfingern das Leben so schwer wie möglich machen.

Dazu einige Hinweise und Empfehlungen aus Sicht der Polizei:

In den meisten Fällen “arbeitet” ein Taschendieb nicht allein. Er hat Komplizen, die das Opfer während der Tat ablenken. Während ein Täter durch Anrempeln, Beschmutzen der Bekleidung oder Verwickeln in ein Gespräch die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, “zieht” ein Zweiter die Geldbörse oder Brieftasche. Oftmals wird diese sofort an einen Dritten übergeben, der dann im Gedränge untertaucht.

Dagegen hilft nur die sichere Verwahrung des Bargeldes sowie der Geld- und Kreditkarten in verschlossenen Innentaschen der Bekleidung sowie in Gürtel- oder Lendentaschen bzw. Brustbeutel. Dabei sollten EC-Karten und die PIN- Nummer immer getrennt aufbewahrt werden. Bei Verlust der Karte sollte unverzüglich die Sperrung über die zuständigen Banken bzw. den Zentralen Sperrannahmedienst veranlasst werden.

Handtaschen, Rucksäcke u.a. Behältnisse sollten verschlossen und nach vorn, fest am Körper, getragen werden. Auch Gesäßtaschen von Hosen, in denen Geldbörsen oder Brieftaschen aufbewahrt werden, sollten zugeknöpft bzw. mit einem Reißverschluss gesichert sein. Ebenso verhält es sich mit Handtaschen oder Geldbörsen, die auf Einkaufswagen oder dem Packtisch abgelegt werden. Versierte Diebe greifen blitzschnell zu!

Reagieren Sie äußerst misstrauisch bei übertriebener Höfflichkeit, wenn Sie angeblich versehentlich angerempelt werden oder Ihre Kleidung mit Eis, Senf oder ähnlichem beschmutzt wird.

Lehnen Sie konsequent eifrig vorgetragene Reinigungsangebote des Verursachers ab, da dies ein häufig angewendeter Trick ist, über direkten Körperkontakt unbemerkt in Ihre Taschen greifen zu können.

Schaffen Sie sofort eine räumliche Distanz und seien Sie sehr aufmerksam!

Ihre Polizei wünscht Ihnen einen ungetrübten Weihnachtseinkauf und eine schöne Adventszeit.

Parken auf einem Behindertenparkplatz

Bernburg – In den vergangen Wochen wurden durch die Polizei in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bernburg vermehrt Kontrollen der Behindertenparkplätze im Stadtgebiet durchgeführt. Im Zuge dieser Kontrollen wurden immer wieder Fahrzeuge auf diesen Parkplätzen festgestellt, welche diese in Ermangelung der notwendigen Voraussetzungen nicht benutzen durften. Die verhängten Verwarngelder in Höhe von 35.- € führten nicht zum gewünschten Erfolg.

Um dennoch eine Verfügbarkeit der Parkflächen für Behinderte zu erreichen wurde somit nach einer angemessenen Zeit ein Abschleppdienst informiert, welcher das Fahrzeug umsetzen sollte.

Widerrechtlich abgestellte PKW wird abgeschleppt. | Foto: Polizei

Überwiegend kamen die Besitzer bereits kurz vor oder zu Beginn der Bergungsarbeiten zum Fahrzeug. Hier erfolgten dann sowohl die Belehrung zur vorliegenden Ordnungswidrigkeit als auch die Vermittlung zum Abschleppdienst, bezüglich der Begleichung bereits entstandener Kosten. Die Betroffenen mussten somit nur die Anfahrkosten des Unternehmens bezahlen, die immerhin noch zwischen 110.- und 150,- € zu Buche schlugen.

Dire Polizei möchte eindringlich klarstellen, dass speziell die Behindertenparkplätze, als auch Feuerwehrzufahrten nur durch die jeweils Berechtigten genutzt werden dürfen.

PKW durch Pyrotechnik gesprengt

Wie in einer Filmszene fühlten sich Anwohner der Güstener Straße in der Freitagnacht. Gegen 23.50 Uhr nahmen sie auf dem Parkplatz eines Fastfood Restaurants einen ohrenbetäubenden Knall wahr. Wie sich wenig später heraus stellte, war ein PKW Ford Focus durch nicht zugelassene Pyrotechnik aus Osteuropa zur Explosion gebracht worden.

Der Feuerwerkskörper detonierte allerdings mit so großer Wucht, dass einzelne Trümmerteile bis zu 10 Meter weit flogen. Am PKW entstand wirtschaftlicher Totalschaden.

Personen wurden nicht verletzt. Noch in der Nacht nahmen Spezialisten des Landeskriminalamtes die Ermittlungen auf. Wer sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen geben kann, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03471/3790 im Polizeirevier Salzlandkreis zu melden.